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Spendenprojekt Wege aus der Armut: Lernen statt heiraten 2012

Von 2011 – 2014 sammelten Gospelchöre ca. 130.000,- €, um jungen Mädchen in Kamerun ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. 

Die meisten Mädchen im Norden Kameruns machen keinen Schulabschluss. Sie werden oft noch im Kindesalter verheiratet oder müssen der Familie bei der Feldarbeit zur Hand gehen. Weil es ihnen an Bildung fehlt, haben sie als Erwachsene keine Chance, der Armut zu entkommen.

Beispielhaft ist die Geschichte der 22-jährigen Clarisse Daiawe. Sie ist als Kind nur fünf Jahre zur Schule gegangen. Als ihr Vater starb, musste sie den Schulbesuch abbrechen und zum Lebensunterhalt der Familie beitragen.

Bei einer Nachbarin hörte sie von der Initiative Avenir Femme („Zukunft für Frauen“), einer Partnerorganisation von „Brot für die Welt“. Sie hilft jungen Frauen, ihren Schulabschluss nachzuholen. Im Anschluss können sie sich dort zu Schneiderinnen ausbilden lassen. Traditionell ein Männerberuf, schätzen es inzwischen viele Frauen, dass Schneiderinnen ihre Kleider nähen.

Mit 18 Schülerinnen fing die Organisation an. Heute sind es jedes Jahr bis zu 100 junge Frauen, die von der Arbeit der Initiative profitieren. So wie Clarisse Daiawe. Sie steht inzwischen kurz vor ihrer Schneiderinnenprüfung. Ihr großer Traum: ein eigenes Atelier, in dem sie selbst entworfene Kleidungsstücke anbieten kann.

 

Hilfe

„Brot für die Welt“ unterstützt die Initiative Avenir Femme seit 1996. Mit 10 € können die nötigsten Unterrichtsmaterialien Maßband, Näh- und Stecknadeln, Schere und Lineal für eine Schülerin angeschafft werden. Ein Ausbildungsplatz kostet im Jahr 50 €, eine vollständige Ausbildung zur Näherin 120 €.


Spendenkonto

Einzelspenden und Erlöse von Benefizkonzerten können auf das Konto 500 500 500 bei der KD Bank für Kirche und Diakonie, Blz 1006 1006, überwiesen werden.
Zweck: Gospel für eine gerechtere Welt - Kamerun.

Vielen Dank!

 

Hintergrund

Kamerun
Kamerun ist 1,3 mal größer als Deutschland, hat aber nur rund ein viertel der Einwohner. Landesweit liegt die Einschulungsquote bei fast 80% - ein hoher Wert für Afrika. Es gibt jedoch ein deutliches Süd-Nord Gefälle: Die Provinz „Äußerster Norden“ ist die ärmste Region Kameruns. 70 Prozent der Bevölkerung müssen mit weniger als einem Euro pro Tag auskommen. Aus kulturellen Gründen gehen hier besonders Mädchen wesentlich seltener zur Schule als in anderen Landesteilen.

Ausbildung von Frauen bei „Avenir Femme“
„Wir wollten Mädchen helfen, nicht mehr so früh heiraten zu müssen“, erklärt Estelle Madanagole, Lehrerin und Gründungsmitglied des Vereins. Durch eine Ausbildung erlangen die jungen Frauen Unabhängigkeit, die es ihnen ermöglicht, sich und ihre Familien zu ernähren. Es wird also nicht allein die Situation der jungen Frauen verbessert, sondern gleichzeitig die der ganzen Familie. Hunger und Unterernährung werden so bekämpft. Durch das gewonnene Selbstvertrauen sind die Frauen außerdem in der Lage, die Situation im Land zu beeinflussen: Sie wissen sich für die Rechte von Frauen einzusetzen und können an der Gestaltung der Gesellschaft aktiv teilnehmen.

„Avenir Femme“ unterstützt auch aidsinfizierte Frauen. Die Organisation ist für das größte HIV/Aids-Programm der Provinz verantwortlich.


Frauen in Entwicklungsländern
Trotz weitgehender rechtlicher Gleichstellung haben Frauen bis heute in den meisten Entwicklungsländern sehr viel weniger Möglichkeiten zu einem selbstbestimmten Leben als Männer. Häufig sind es immer noch die Ehegatten, Väter und Brüder, die über ihren Kopf hinweg entscheiden, wie lange sie zur Schule gehen, wen sie in welchem Alter heiraten oder wie viele Kinder sie bekommen.

Frauen sind in vielerlei Hinsicht benachteiligt: Sie leisten mehr als die Hälfte aller Arbeitsstunden, verdienen aber nur zehn Prozent der Einkommen. Sie erzeugen zwei Drittel der Grundnahrungsmittel, besitzen aber nur ein Zehntel der Anbauflächen. Sie haben nur 14 Prozent der Führungspositionen inne und verfügen nur über ein Prozent des weltweiten Vermögens.

Jedes Jahr sterben 500.000 Frauen an den Folgen von Komplikationen bei der Schwangerschaft oder bei der Geburt. Millionen Frauen sind Opfer von häuslicher oder sexueller Gewalt.

 

 

"Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell."

Jesaja 9,1

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